Zehn kuriose Fakten über Spielbanken, Roulette und Co.

People enjoying a roulette game in an upscale casino setting with chips and a roulette wheel.
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Ob die Herkunft des Wortes „Casino“, die Erfindung des Sandwiches oder ein Gefängnis mit eigenem Spielbereich: Rund um die Geschichte von Spielbanken und Glücksspiel gibt es zahlreiche ungewöhnliche Anekdoten. Eine Sammlung von zehn solchen Fakten wurde nun laut einer Übersicht von merkur.com veröffentlicht.

Die Zusammenstellung zeigt, wie eng Alltagskultur, Sprache und Glücksspielgeschichte miteinander verknüpft sind – von skurrilen Rekorden bis zu sprachlichen Ursprüngen bekannter Casino-Begriffe.

Kurioses aus aller Welt

Einer der ungewöhnlichsten Einträge betrifft London: Dort soll es ein fahrendes Mini-Casino gegeben haben, bei dem ein Croupier im Kofferraum eines Taxis saß und Fahrgäste während der Fahrt für einen guten Zweck Black Jack spielen konnten. Auch die USA liefern kuriose Beispiele. In einem Staatsgefängnis in Nevada durften Insassen von 1932 bis 1967 offiziell Poker, Black Jack und andere Casinospiele spielen – Berichten zufolge platzierten gelegentlich sogar Wärter eine Wette. Und wer heute den Las Vegas Strip aus dem Weltraum betrachtet, blickt laut der Übersicht auf den hellsten Ort der Erde, geprägt von den geschichtsträchtigen Hotels und Casinos der Stadt.

Sprachliche Ursprünge bekannter Begriffe

Auch die Wortgeschichte rund ums Glücksspiel hält Überraschungen bereit. Das Wort „Casino“ geht auf das italienische „Casa“ zurück, was so viel wie „kleines Haus“ oder „Landhaus“ bedeutet. Beim Begriff „Poker“ gibt es mehrere Theorien: Eine führt ihn auf das deutsche Wort „pochen“ zurück, das früher auch mit „bluffen“ übersetzt wurde. Eine andere Theorie verweist auf das englische Slangwort „poke“, das im amerikanischen Untergrundmilieu von Taschendieben verwendet wurde, die mit einem 20-Karten-Spiel andere Spieler auszunehmen versuchten.

Auch Roulette hat einen sprachlichen Beinamen: Im Volksmund wird es „Spiel des Teufels“ genannt. Der Hintergrund ist eine einfache Rechnung.

Addiert man alle Zahlen von 1 bis 36 auf einem Roulette-Kessel, ergibt sich die Summe 666 – daher der Beiname „Spiel des Teufels“.

Wer allgemein tiefer in die Fachsprache der Casinowelt einsteigen möchte, findet ergänzend im Spielbanken-ABC weitere Begriffe, die Casino-Gäste kennen sollten.

Erfindungen und Rekorde

Ohne Glücksspiel gäbe es vermutlich auch kein Sandwich, wie die Übersicht festhält: Der britische Adlige John Montagu, vierter Earl of Sandwich, soll den handlichen Snack entwickelt haben, um während seiner Kartenrunden nicht auf Essen verzichten zu müssen – benannt nach seinem Adelstitel, der wiederum von der englischen Stadt Sandwich stammt. Auch die Geschichte der Spielautomaten hat deutsche Wurzeln: Der in Bayern geborene Mechaniker Charley Fey entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts in San Francisco mit der „Card Bell“ den weltweit ersten Spielautomaten mit drei Walzen und automatischer Auszahlung, aus dem später die bekannte „Liberty Bell“ hervorging.

Ein weiterer Rekord stammt aus dem Casino Monte-Carlo: 1913 landete die Roulette-Kugel dort 26 Mal in Folge auf Schwarz. Der Überlieferung zufolge sorgte diese Serie ab etwa dem 15. oder 16. Durchgang für chaotische Zustände am Tisch, da immer mehr Spielerinnen und Spieler auf Rot setzten – in der Annahme, die Serie müsse nun zwangsläufig enden. Auch Frauen spielten in der Casinogeschichte eine bedeutende Rolle: Bereits 1920 eröffnete Mayme Stocker in der Nähe von Las Vegas das erste legale, lizenzierte Casino der Region, in dem die damals in Nevada erlaubten Kartenspiele Stud Poker, Draw Poker, Lowball Poker, 500 und Bridge angeboten wurden.

Auf einen Blick

  • Herkunft „Casino“: vom italienischen Wort „Casa“ (kleines Haus)
  • Roulette-Beiname: „Spiel des Teufels“ wegen der Zahlensumme 666
  • Erster Spielautomat: „Card Bell“ von Charley Fey, gebürtig aus Bayern
  • Rekordserie: 26 Mal Schwarz in Folge im Casino Monte-Carlo, 1913
  • Erstes lizenziertes Casino bei Las Vegas: 1920 eröffnet von Mayme Stocker

Die Übersicht zeigt insgesamt, wie stark Glücksspielgeschichte mit Alltagskultur, Sprachgeschichte und teils skurrilen Einzelfällen verwoben ist – unabhängig davon bleibt der Hinweis wichtig, dass exzessives Spielverhalten keine Lösung für persönliche Probleme darstellt und entsprechende Beratungsangebote in Deutschland zur Verfügung stehen.