Wie Merkur-Spielautomaten funktionieren: Vom Einlass bis zur Auszahlung
Die Merkur-Gruppe hat in einem Beitrag auf ihrer Unternehmensseite erläutert, wie ihre Geldspielgeräte in den Spielhallen technisch und organisatorisch funktionieren. Von der Alterskontrolle beim Einlass über die Freischaltung per NFC-Karte bis zur Auszahlung am Automaten beschreibt das Unternehmen den gesamten Ablauf, inklusive der gesetzlich vorgeschriebenen Einsatz- und Auszahlungsgrenzen.
Laut einer Mitteilung von merkur.com beginnt jeder Besuch in einer Spielhalle mit einer Einlasskontrolle durch das Servicepersonal. Dabei werden das Alter der Gäste geprüft sowie ein Abgleich mit bestehenden Spielersperren vorgenommen. Erst danach erhalten Besucher eine Freischaltkarte mit NFC-Chip, mit der sie am sogenannten PIN-Center freie Geräte auswählen können. Nach Eingabe eines angezeigten PIN-Codes am Automaten ist das Spiel freigeschaltet. Nach dem Spielen ist ein Ausloggen erforderlich, damit das Gerät für nachfolgende Gäste wieder zur Verfügung steht.
Spieleauswahl und Bedienung
Ist ein Gerät freigeschaltet, öffnet sich laut Unternehmensangaben ein Menü mit 40 Hauptspielen, durch das per Pfeiltaste in Zehnerblöcken navigiert werden kann. Neue Titel werden jeweils am Anfang eines Blocks mit einer roten Flagge markiert. Über eine Wischgeste lässt sich zusätzlich eine alphabetische Liste aller rund 300 auf dem Gerät verfügbaren Spieltitel aufrufen. Eine Sidebar am Bildschirmrand ermöglicht Einstellungen wie Lautstärke oder das Sortieren der Spiele nach Kategorien. Zu jedem Spiel liefert ein individueller Spielplan auf dem oberen Monitor Informationen darüber, welches Symbol auf den Erfolgslinien welchen Gewinn auslöst. Besondere Bedeutung haben dabei Wild- und Scatter-Symbole, deren Gestaltung sich je nach Spieltitel unterscheidet – etwa in Form der Horus-Figur bei „Eye of Horus“.
Nach einem Erfolg besteht die Möglichkeit, den Gewinn über eine sogenannte Risikoleiter stufenweise zu vervielfachen oder sich für ein schnelleres Kartenrisiko zu entscheiden, bei dem eine Farbwahl über Verdopplung oder Verlust des Einsatzes entscheidet. Solche Zusatzfunktionen sind Teil vieler moderner Automaten und stehen exemplarisch für die technische Weiterentwicklung, wie sie auch bei neueren Titeln wie dem in einer MERKUR-Spielautomaten mit mittelalterlichem Turnier-Thema beschrieben wurde.
Vom Euro zum Bit und zurück
Technisch rechnen die Automaten intern nicht in Euro, sondern in sogenannten Bits. Eingezahltes Geld – maximal zehn Euro pro Einzahlvorgang per Schein oder Münze – landet zunächst auf einem Geldspeicher und wird erst über eine gesonderte Taste in Bank-Bits umgewandelt. Dabei sorgt laut Unternehmensangaben eine drehende Mini-Walze für eine zufällige Abweichung von bis zu zehn Bits nach oben oder unten. Pro Stunde dürfen maximal 60 Euro auf diese Weise eingesetzt werden. Auch Gewinne werden zunächst als Bank-Bits verbucht und erst über einen Umbuchungspfeil in Euro zurückgetauscht: Alle fünf Sekunden werden 200 Bits umgewandelt, was ein Maximum von 40.000 Bits beziehungsweise 400 Euro pro Stunde ergibt. Ausgezahlt wird der Betrag schließlich über eine rote Auszahlen-Taste.
Historischer Rückblick
Das Unternehmen ordnet die heutige Technik auch historisch ein: Die ersten Spielautomaten, wie die 1895 von Charles Fey entwickelte „Liberty Bell“, wurden noch per Hebel und Muskelkraft bedient.
Daher der Spitzname „einarmiger Bandit“.
Auf den Walzen jener frühen Geräte erschienen meist Früchte, Glocken oder Zahlen. Heutige Geräte in den Spielhallen setzen dagegen auf hochauflösende Bildschirme, detaillierte Grafik und Surround-Sound, während das Grundprinzip – passende Symbole auf Erfolgslinien – unverändert geblieben ist.
Die beschriebenen Sperrabfragen beim Einlass verweisen zudem auf die gesetzlichen Spielerschutzmechanismen, wie sie etwa im bundesweiten Sperrsystem OASIS verankert sind. Die Einsatz- und Auszahlungslimits sowie die Kontrollpflichten an den Geräten stehen im Zusammenhang mit den Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags, der den rechtlichen Rahmen für legales Glücksspiel in Deutschland bildet. Nach Unternehmensangaben können Interessierte den beschriebenen Ablauf in einer der mehr als 250 Merkur-Spielhallen bundesweit in der Praxis erleben.
Auf einen Blick
- Maximale Einzahlung: 10 Euro pro Vorgang (Schein oder Münze)
- Maximaler Einsatz: 60 Euro pro Stunde
- Maximale Auszahlung: 400 Euro bzw. 40.000 Bits pro Stunde
- Umbuchungsrhythmus: 200 Bits alle 5 Sekunden
- Spieleangebot pro Gerät: 40 Hauptspiele, rund 300 Titel insgesamt
- Standorte: über 250 Merkur-Spielhallen bundesweit