Merkur Group: Neues Schiffscasino, Personalwechsel und millionenschwere Investitionen im Überblick
Die Merkur Group hat in den vergangenen Wochen eine ganze Reihe von Unternehmensmeldungen veröffentlicht, die von der Eröffnung eines weiteren Schiffscasinos über personelle Veränderungen bis hin zu millionenschweren Bauprojekten reichen. Die Bandbreite der Meldungen zeigt, wie breit das Unternehmen inzwischen aufgestellt ist – zwischen Glücksspielgeschäft, sozialem Engagement und Sport-Sponsoring.
Im maritimen Bereich baut die Merkur Group ihr Geschäft weiter aus: An Bord des neuesten Kreuzfahrtschiffs der TUI-Flotte hat das Unternehmen sein inzwischen viertes Schiffscasino eröffnet. Damit setzt die Gruppe ihre Strategie fort, das klassische Spielhallen- und Spielbankengeschäft um schwimmende Standorte zu ergänzen.
Auch personell tut sich einiges an der Unternehmensspitze. Zum 1. Juli 2026 hat Dr. Bastian Scholz die neu geschaffene Position des Head of Public Affairs bei der Merkur Group übernommen. Der 40-Jährige soll künftig die politische und gesellschaftliche Kommunikation des Konzerns verantworten. Solche Personalentscheidungen fügen sich in eine Reihe von Maßnahmen ein, mit denen die Merkur Group ihre Unternehmensführung und Außenkommunikation professionalisieren will – etwa auch im Bereich Compliance, wie zuletzt bei Merkur Group stärkt Compliance: Whistleblower-Portal „SpeakUp“ und Verantwortung in der Lieferkette berichtet wurde.
Strukturell verändert sich zudem der Vertrieb der Gruppe: In den kommenden Monaten sollen die bislang getrennt agierenden Vertriebsorganisationen Merkur Großhandel und Schneider Automaten zu einer gemeinsamen Einheit verschmolzen werden. Für die bisherigen Verantwortlichen Marcel Sandmann und Peter Mahler-Jakob bedeutet dies laut den Mitteilungen neue Aufgabenbereiche innerhalb des Konzerns. Auch die Service-Gesellschaft der Merkur Group wurde erweitert – um eine eigene Logistik-Sparte, deren Geschäftsführung künftig Philipp Obermark übernimmt.
Investiert wird zudem kräftig am Stammsitz in Ostwestfalen: Am Standort Lübbecke lässt die Merkur Group für rund vier Millionen Euro ein neues Betriebsrestaurant errichten. Der Baubeginn wurde mit einem symbolischen Spatenstich eingeläutet. Solche Investitionen in die Infrastruktur für die eigene Belegschaft sind bei dem Familienunternehmen aus Espelkamp keine Seltenheit, das traditionell großen Wert auf Standortbindung und Mitarbeiterangebote legt.
Neben dem operativen Geschäft engagiert sich die Merkur Group weiterhin im Sport- und Freizeitbereich. So hat der Konzern die Namensrechte an der Wunderino Arena in Kiel erworben und baut damit sein Engagement im Sport- und Entertainmentsektor weiter aus. Seit 29 Jahren ist die Merkur Group zudem Partner der Terra Wortmann Open, einer Zusammenarbeit, die nach eigenen Angaben zuletzt weiter vertieft wurde. Auch beim Merkur Bowl, einem von der Gruppe initiierten Vorbereitungsspiel im American Football, war der Konzern erneut als Ausrichter präsent – die Düsseldorf Panther setzten sich dabei zum wiederholten Mal durch.
Im Bereich der eigenen Spielbanken meldet die Merkur Group runde Jubiläen: Die Merkur Spielbank Bad Bentheim beging jüngst ihr 50-jähriges Bestehen, eine weitere Spielbank feierte ihr zehnjähriges Jubiläum mit einer eigenen Veranstaltung. Ergänzt werden die Unternehmensmeldungen durch zahlreiche Aktivitäten der Paul und Karin Gauselmann-Stiftung, die unter anderem Spenden für Sportvereine, soziale Einrichtungen und gemeinnützige Projekte in der Region bereitstellt, etwa für die Erneuerung einer Flutlichtanlage oder die Anschaffung von Sport- und Freizeitgeräten für soziale Einrichtungen.
Die Fülle der aktuellen Meldungen, die unter anderem in einer laufenden Übersicht von merkur.com veröffentlicht wird, verdeutlicht, dass sich die Merkur Group nicht allein über ihr Kerngeschäft mit Spielautomaten und Spielbanken definiert, sondern sich zunehmend auch als regionaler Arbeitgeber, Sportsponsor und gesellschaftlicher Akteur positioniert. Für Beobachter der Branche liefern die Meldungen damit ein Gesamtbild eines Unternehmens im Wandel, das parallel zum klassischen Glücksspielgeschäft auf Diversifizierung, Investitionen und gesellschaftliches Engagement setzt.