Seven Card Stud: Die klassische Poker-Variante ohne Gemeinschaftskarten

Bevor Texas Hold'em die Pokerwelt eroberte, war Seven Card Stud über Jahrzehnte die dominierende Variante in Casinos und Pokerrunden. Ihre Ursprünge reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, und bis in die 1980er-Jahre hinein war sie die Standardform, mit der sich die meisten Pokerprofis einen Namen machten. Auch in klassischen Casino-Filmen ist häufig diese Variante zu sehen.

Der wesentliche Unterschied zu Texas Hold'em liegt im Fehlen von Gemeinschaftskarten. Während bei Hold'em Flop, Turn und River in der Tischmitte für alle Spieler gleichermaßen sichtbar sind, erhält bei Seven Card Stud jeder Spieler im Laufe der Runde eigene Karten – sowohl verdeckte als auch offene. Insgesamt bekommt jeder Teilnehmer sieben Karten, aus denen am Ende die bestmögliche Fünf-Karten-Hand gebildet werden muss.

Der Ablauf gliedert sich in mehrere benannte Runden. Zu Beginn zahlen alle Beteiligten einen Grundeinsatz, den sogenannten Ante, bevor jeder Spieler zwei verdeckte Karten (Hole Cards) und eine offene Karte (Door Card) erhält. In der ersten Setzrunde, der sogenannten Third Street, eröffnet üblicherweise der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte mit einem verpflichtenden Einsatz, dem Bring-in. Es folgen weitere Runden mit zusätzlichen offenen Karten – bekannt als Fourth Street und weitere Straßen – bis schließlich in der Seventh Street die letzte, wieder verdeckte Karte ausgeteilt wird.

Sind nach der letzten Setzrunde noch mindestens zwei Spieler im Spiel, kommt es zum Showdown: Die verdeckten Karten werden aufgedeckt, und es gewinnt, wer aus den eigenen sieben Karten die stärkste Fünf-Karten-Kombination bilden kann. Dabei gelten die klassischen Rangfolgen des Pokers, von der High Card bis zum Royal Flush.

Seven Card Stud wird unter anderem an Pokertischen der Merkur Spielbanken angeboten, die sich als stationäre Spielbanken-Kette in Deutschland positionieren. Wie bei allen Formen des Pokers und Glücksspiels handelt es sich um ein Angebot mit finanziellem Risiko, bei dem Verluste möglich sind.