Die Risikoleiter bei MERKUR: Geschichte und Funktionsweise einer Kultfunktion
Die Risikoleiter zählt zu den bekanntesten und am längsten etablierten Funktionen in den Geldspielgeräten der MERKUR GROUP. Was heute selbstverständlich zu jedem Multigamer gehört, hat seinen Ursprung bereits in den 1970er Jahren und wurde 1979 sogar patentiert. Der folgende Überblick ordnet Funktionsweise, Historie und Weiterentwicklung der Risikoleiter ein.
Wer sich mit der Spielewelt von MERKUR beschäftigt, kommt an der Risikoleiter kaum vorbei. Sie gilt als eine der populärsten Funktionen überhaupt und ist nach eigener Beschreibung aus keinem Multigamer mehr wegzudenken. Ein ausführlicher Hintergrund dazu findet sich auch im Originalbeitrag auf merkur.com, der als Grundlage für diese Einordnung dient.
Wie funktioniert die Risikoleiter?
Der Zugang zur Risikoleiter setzt zunächst einen Erfolg im laufenden Spiel voraus. Erst danach leuchten die sogenannten Risiko-Tasten auf – dargestellt als Leiter und Karten –, die signalisieren, dass die Risikoleiter gestartet werden kann. Entscheidend ist dabei die Höhe des erzielten Gewinns, denn sie bestimmt, auf welcher Stufe der Leiter der Spieler einsteigt. Über die Risikoleiter-Taste wird anschließend versucht, die Leiter weiter zu erklimmen, was umgangssprachlich als „Hochdrücken“ bezeichnet wird.
Gelingt es, bis zur Stufe 14000 vorzudringen, erfolgt der Sprung auf die sogenannte Risikoleiter Plus. Scheitert der Versuch hingegen bei einer der folgenden Stufen, fällt der Einsatz auf Null zurück, und das eigentliche Spiel wird fortgesetzt. Dieses Wechselspiel aus Chance und Risiko macht den besonderen Reiz der Funktion aus – sie sorgt für Nervenkitzel ebenso wie für Frustmomente, wenn das Hochdrücken misslingt.
Die Erweiterung: Risikoleiter Plus
Ende 2018 erhielt die klassische Risikoleiter ein bedeutendes Update. Bis dahin markierte die Stufe 14000 die höchste erreichbare Position. Mit der Einführung der Risikoleiter Plus wurde dieser Rahmen deutlich erweitert: Seither reicht die Leiter bis zur Stufe 30000. Eine Besonderheit dieser erweiterten Variante besteht darin, dass ein Spieler bei einem gescheiterten Hochdrücken nicht mehr vollständig leer ausgeht, sondern lediglich auf ein Minimum von 10000 Bits zurückfällt. Die Risikoleiter Plus ist dabei kein Bestandteil jedes Automaten, sondern exklusiv an MERKUR-Automaten in Spielhallen oder Spielbanken verfügbar.
Auf einen Blick
- Erster Auftritt: 1970er Jahre im MERKUR Komet
- Patentierung: 1979 durch Paul Gauselmann
- Klassische Höchststufe: 14000
- Update: Ende 2018, Einführung der Risikoleiter Plus
- Höchststufe Risikoleiter Plus: 30000
- Mindestrückfall bei Risikoleiter Plus: 10000 Bits
- Verfügbarkeit Plus-Variante: exklusiv in Spielhallen und Spielbanken
Historische Wurzeln: Vom MERKUR Komet zum Patent
Die Ursprünge der Risikoleiter reichen deutlich weiter zurück, als es die heutige Präsenz in nahezu jedem Multigamer vermuten lässt. Ihren ersten Auftritt hatte sie in den 1970er Jahren im MERKUR Komet, einem der frühen Spielautomaten aus dem Hause Gauselmann. Nur wenige Jahre später, 1979, ließ sich Paul Gauselmann die Risikoleiter patentieren – ein Schritt, der die Bedeutung der Funktion für das Unternehmen unterstreicht.
1979 ließ sich Paul Gauselmann die Risikoleiter dann patentieren.
In den folgenden Jahrzehnten fanden sich zahlreiche Nachahmer der Funktion am Markt, was für den Erfolg des Konzepts spricht. MERKUR selbst betont dabei, mit der Weiterentwicklung stets eine Stufe voraus gewesen zu sein: Als die Branche von klassischen Walzen- und Scheibenautomaten auf sogenannte Multigamer umstellte, war MERKUR nach eigener Darstellung der erste Hersteller, der die Risikoleiter in diese neue Gerätegeneration integrierte. Wer sich für die technische und thematische Bandbreite der MERKUR-Automaten insgesamt interessiert, findet einen umfassenden Überblick in der Spielewelt der MERKUR GROUP.
Vom Fachbegriff zum Kult: Die „140er-Geräte“
Die Popularität der Funktion spiegelte sich auch in der Umgangssprache der Gäste wider. Über lange Zeit war häufig von sogenannten „140er-Geräten“ die Rede – eine Bezeichnung, mit der Spielhallenbesucher Geldspielgeräte umschrieben, in deren Spielen eine Risikoleiter mit der damaligen Höchststufe 14000 enthalten war. Dieser Begriff hat sich als eine Art inoffizieller Fachjargon in der Community etabliert und zeigt, wie stark die Funktion das Spielerlebnis über Jahrzehnte geprägt hat.
Ein eigenständiges Spiel nur für die Leiter
Neben ihrer Rolle als Zusatzfunktion innerhalb klassischer Walzenspiele existiert die Risikoleiter auch als eigenständiges Spiel ohne Walzenläufe und ohne klassische Spielsymbole – hier dreht sich alles ausschließlich um das Hochdrücken der Leiter selbst. Zu finden ist dieses reduzierte Format am Spielautomaten in der All-Games-Ansicht unter dem Spieletitel „Risiko“ oder alternativ über den My-Top-Game-Code 5. Diese Variante richtet sich an Spielerinnen und Spieler, die gezielt den Nervenkitzel der Leiter suchen, ohne den Umweg über ein reguläres Walzenspiel zu nehmen.
Merchandising rund um die Risikoleiter
Die Bekanntheit der Funktion hat inzwischen auch Eingang in den Lifestyle-Bereich gefunden: Unter der Marke MERKUR STREETWEAR werden diverse Accessoires mit Risikoleiter-Motiv angeboten, darunter Schlüsselanhänger, Flaschenöffner, Feuerzeuge, Handtücher, Schals und Shirts. Damit hat sich die ursprünglich rein spielmechanische Funktion zu einem eigenständigen Markenelement entwickelt, das über den reinen Automaten hinaus wiedererkennbar ist.
Einordnung in die MERKUR-Markenwelt
Die Risikoleiter ist damit mehr als nur eine technische Zusatzfunktion – sie ist ein historisch gewachsenes und markenprägendes Element, das die Entwicklung der MERKUR-Automaten von den frühen Walzengeräten bis zu modernen Multigamern begleitet hat. Einen breiteren Blick auf die verschiedenen Marken und Formate, unter denen MERKUR am Markt auftritt, liefert der Beitrag zur MERKUR-Markenwelt. MERKUR selbst positioniert sich dabei als führende Marke der MERKUR GROUP, die vormals als Gauselmann Gruppe firmierte, 1957 gegründet wurde und als Familienunternehmen weltweit fast 15.000 Angestellte beschäftigt. Ergänzend weist das Unternehmen im Zusammenhang mit seinen Spielangeboten regelmäßig auf verantwortungsvolles Spielverhalten hin und verweist bei Bedarf auf Beratungsangebote wie bioeg.de.