Verantwortungsvoll spielen: Merkur veröffentlicht Präventionsleitfaden mit zwölf Grundsätzen
Die Merkur Group hat einen Präventionsleitfaden veröffentlicht, der Spielerinnen und Spielern zwölf Grundsätze für einen verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspielen an die Hand gibt. Ziel des Leitfadens ist es, aus Spiellust keinen Spielfrust werden zu lassen und frühzeitig auf mögliche Risiken exzessiven Spielens hinzuweisen.
Wie es in dem Leitfaden, der laut einer Veröffentlichung von merkur.com abrufbar ist, formuliert wird, soll verantwortungsbewusstes Spielen selbstbestimmt erfolgen, ohne äußeren Druck und mit einem klaren Bewusstsein für die eigenen Spielgewohnheiten. Wer seine sogenannte Risikokompetenz stärke, könne Problematiken im eigenen Spielverhalten frühzeitig erkennen und ihnen entgegenwirken, heißt es weiter.
Zwölf Grundsätze als Orientierung
Der Leitfaden fasst zentrale Empfehlungen zusammen, die sich an alle richten, die sich mit Glücksspiel beschäftigen – etwa bei einem ersten Besuch in der MERKUR SPIELHALLE. Betont wird unter anderem, dass Glücksspiel reiner Unterhaltung dienen und niemals als Einkommensquelle oder Ersatz für eine geregelte Erwerbstätigkeit betrachtet werden sollte. Da Glücksspielergebnisse ausschließlich auf Zufall beruhen, lasse sich der Spielverlauf nicht durch Können oder Strategie beeinflussen – ein realistischer Blick auf diese Zufälligkeit sei entscheidend, um problematischem Verhalten vorzubeugen.
Weitere Punkte des Leitfadens betreffen den Umgang mit Geld: Empfohlen wird, sich vor dem Spielen ein persönliches Limit zu setzen und dieses konsequent einzuhalten, ausschließlich mit eigenem, nicht anderweitig verplantem Geld zu spielen und niemals mit geliehenem Kapital. Der Versuch, Verluste durch höhere Einsätze oder häufigeres Spielen auszugleichen, wird ausdrücklich als gefährlicher Irrtum bezeichnet, da sich die Verlustwahrscheinlichkeit dadurch nicht verändere.
Häufigkeit, Pausen und klarer Kopf
Auch die Bedeutung von Pausen und Regelmäßigkeit wird thematisiert. Der Leitfaden vergleicht das Prinzip mit sportlicher Betätigung, bei der auf Anspannung stets Erholung folgen sollte, um gesund mit dem nächsten Reiz umgehen zu können. Wird zu häufig gespielt, verliere das Spiel seinen besonderen Reiz, so eine der zentralen Aussagen:
Wer ständig spielt, verliert den Reiz des Besonderen.
Zudem wird klar festgehalten, dass übermäßiger Alkohol- oder Medikamentenkonsum sowie Drogen nicht mit verantwortungsvollem Spielverhalten vereinbar seien, da sie Urteilsvermögen und Vernunft beeinträchtigen könnten. Entscheidungen unter solchem Einfluss würden häufig im Nachhinein bereut, seien aber nicht mehr rückgängig zu machen.
Hilfsangebote bei Spielproblemen
Der Leitfaden weist ausdrücklich darauf hin, dass Spielen dann problematisch wird, wenn es mehr Stress als Freude bereitet oder übermäßig viel Zeit und Geld beansprucht. In solchen Fällen wird auf kostenlose Beratungsangebote verwiesen, insbesondere auf das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), das über die Rufnummer 0800 1372700 sowie über die Website bioeg.de erreichbar ist. Betont wird dabei, dass sowohl Betroffene selbst als auch Angehörige, die sich um das Spielverhalten einer nahestehenden Person sorgen, dort Unterstützung finden können.
Mit der Veröffentlichung dieses Leitfadens reiht sich Merkur in eine Reihe von Präventionsmaßnahmen der Branche ein, die Aufklärung über die Zufälligkeit von Glücksspielergebnissen und die Grenzen eines verantwortungsvollen Spielverhaltens in den Vordergrund stellen. Der Leitfaden ersetzt keine professionelle Beratung, kann aber als erste Orientierung dienen, um eigene Spielgewohnheiten kritisch zu hinterfragen.