La Liga 2026/27: Neue Trainer, Rückkehrer und ein enges Titelrennen
Am 15. August 2026 startet die 96. Spielzeit der spanischen Primera División. 20 Mannschaften kämpfen an 38 Spieltagen um insgesamt 380 Partien, das Saisonfinale ist für den 30. Mai 2027 angesetzt. Titelverteidiger FC Barcelona geht als knapper Favorit vor Real Madrid ins Rennen, wo mit José Mourinho ein prominenter neuer Trainer übernimmt.
Wegen der erst im Juli 2026 zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft wurden vier Partien des ersten Spieltags nach hinten verschoben, damit Nationalspieler mit hoher Turnierbelastung zusätzliche Erholungszeit erhalten. Den regulären Auftakt bestreiten unter anderem Deportivo Alavés gegen Getafe sowie der FC Sevilla gegen Rayo Vallecano.
Drei große Namen kehren zurück
Der Blick auf die Auf- und Absteiger zeigt, dass zwar drei der 20 Startplätze neu besetzt sind, echte Liga-Neulinge aber nicht dabei sind. Racing Santander kehrt nach 14 Jahren als Zweitliga-Meister zurück, Deportivo La Coruña nach acht Jahren und Málaga CF ebenfalls nach acht Jahren über die Playoffs in die Primera División. Im Gegenzug steigen Real Oviedo, Girona FC und RCD Mallorca ab. Für Real Oviedo ist der erneute Abstieg besonders bitter, da der Klub erst im Sommer 2025 nach 24-jähriger Abwesenheit in die höchste Liga zurückgekehrt war.
Barcelona verteidigt, Real Madrid baut um
Der FC Barcelona sicherte sich unter Trainer Hansi Flick den zweiten Meistertitel in Folge und den insgesamt 29. Titel der Klubgeschichte, entschieden am 35. Spieltag mit einem 2:0 im Clásico gegen Real Madrid. Die Katalanen stellten mit 95 Toren die beste Offensive der Liga, müssen in der neuen Saison aber den Abgang von Robert Lewandowski kompensieren. Für die linke Angriffsseite wurde Marcus Rashford durch Anthony Gordon von Newcastle United ersetzt.
Bei Real Madrid ist der Umbruch deutlich größer. José Mourinho übernahm 13 Jahre nach seinem letzten Engagement in Madrid, unterschrieb einen Dreijahresvertrag und trat am 13. Juli 2026 sein Amt an. Er folgt auf Álvaro Arbeloa und übernimmt eine Mannschaft, die zwei Spielzeiten in Folge ohne großen Titel blieb, dafür aber mit 35 Gegentoren die beste Abwehr der Liga stellte. Verstärkt wurde vor allem die Defensive: Ibrahima Konaté kam ablösefrei von Liverpool, dazu kamen Marc Cucurella und Denzel Dumfries für die Außenbahnen. Offensiv wurde unter anderem mit Yan Diomande von RB Leipzig nachgelegt. Atlético Madrid bleibt als dritter Titelkandidat im Rennen, konnte den Rückstand auf die beiden großen Rivalen zuletzt jedoch nicht verkürzen.
Abstiegskampf ohne Relegation
Anders als in manchen anderen europäischen Ligen gibt es in Spanien keine Relegation: Drei Teams steigen direkt ab. Als Kandidaten mit dem größten „Gefährdungspotenzial“ gelten laut der Analyse von merkur.com die Aufsteiger Málaga und die etablierten Klubs Elche und Osasuna, gefolgt von Deportivo La Coruña, Alavés, Levante und Racing Santander. Auch der FC Sevilla wird als möglicher Wackelkandidat gehandelt, da die Mannschaft trotz höherer Qualität in der Vorsaison nur 43 Punkte holte und damit den Klassenerhalt nur knapp sicherte. Für die drei Aufsteiger sprechen große Fanszenen und volle Stadien, gegen sie spricht der Klassensprung selbst, weshalb vor allem Zugänge mit Erfahrung in der Primera División gefragt sind.
BarÇa holte unter Hansi Flick den zweiten Titel in Folge und stellte mit 95 Toren die beste Offensive.
Übertragung und Terminplanung
In Deutschland, Österreich und Belgien bleibt der Streamingdienst DAZN zentraler Anbieter: Er zeigt alle 380 Partien live und exklusiv und hat den Vertrag mit der La Liga vorzeitig bis 2031 verlängert. Neu ist, dass ab dieser Saison auch die Schweiz wieder zum Sendegebiet gehört. Wer sich für die Terminplanung interessiert, sollte beachten, dass es in Spanien praktisch keine Konferenz gibt: Jeder Spieltag zieht sich von Freitag bis Montag, die zehn Partien werden einzeln angesetzt, meist zwischen 14:00 und 21:30 Uhr. Lediglich am letzten Spieltag wird zeitgleich angepfiffen. Wer sich neben dem sportlichen Geschehen auch für die Hintergründe des Wettens interessiert, findet ergänzende Einblicke etwa im Beitrag Fünf kuriose Fakten über die Geschichte der Sportwette.