Champions League 26/27: Auslosung, deutsche Lose und Termine im Überblick
Die neue Champions-League-Saison 2026/27 nimmt Formen an: Nach der Auslosung in Monaco stehen die Gegner für Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und den VfB Stuttgart fest. 36 Vereine kämpfen in 203 Partien um den europäischen Vereinstitel, der am 5. Juni 2027 im Estadio Metropolitano in Madrid vergeben wird.
Wie eine Übersicht von merkur.com zeigt, beginnt die Ligaphase am 8. September 2026 mit einem Novum: Der erste Spieltag läuft als exklusive Champions-League-Woche von Dienstag bis Donnerstag, während Europa League und Conference League in dieser Woche pausieren. Die Ligaphase zieht sich bis zum 27. Januar 2027, ehe im Februar die Play-offs sowie anschließend Achtel-, Viertel- und Halbfinale folgen. Es ist bereits die dritte Spielzeit im 2024 eingeführten Ligaphasen-Format, das die klassische Gruppenphase abgelöst hat.
Auslosung in Monaco
Die Zuordnung der Gegner erfolgte am 27. August 2026 im Grimaldi Forum in Monaco. Die 36 Teilnehmer wurden per Hand gezogen, die eigentliche Verteilung der insgesamt 144 Einzelpartien übernahm anschließend ein Computerprogramm – eine Notwendigkeit angesichts der Menge an Begegnungen, die in wenigen Minuten festgelegt werden mussten. Mit dem österreichischen Klub LASK, Como 1907 aus Italien und Sabah FK aus Aserbaidschan sind drei Vereine erstmals in der Ligaphase vertreten. Zwei weitere Auslosungen stehen noch aus: Am 29. Januar 2027 werden die Play-off-Paarungen ermittelt, am 26. Februar 2027 der Turnierbaum ab dem Achtelfinale.
Deutsche Klubs mit unterschiedlichen Losen
Für die vier deutschen Vertreter ergeben sich sehr unterschiedliche Ausgangslagen. Bayern München trifft unter anderem auf Arsenal und Atlético Madrid, Borussia Dortmund bekommt es mit Inter Mailand und Arsenal zu tun. RB Leipzig erwischte mit Real Madrid und Manchester City die schwersten Gegner der deutschen Klubs, während der VfB Stuttgart auf Atlético Madrid, Inter Mailand und Galatasaray Istanbul trifft. Auffällig sind die Überschneidungen: Dortmund und Stuttgart spielen beide gegen Inter, Bayern und Stuttgart beide gegen Atlético, und Bayern wie Leipzig müssen jeweils nach Old Trafford zu Manchester United. Nur die besten acht Mannschaften der 36er-Tabelle ziehen direkt ins Achtelfinale ein, die Plätze neun bis 24 müssen zusätzliche Play-off-Spiele bestreiten. Wer sich näher mit Wettquoten und deren Berechnung beschäftigen möchte, findet dazu Hintergründe im Beitrag Was ist eine Wettquote?. Auch national gibt es bereits erste Einschätzungen zur laufenden Saison, etwa in der Bundesliga-Prognose zum 2. Spieltag 2026/27.
Titelverteidiger und Favoriten
Titelverteidiger und Favorit ist Paris Saint-Germain. Die Franzosen gewannen den Wettbewerb zuletzt zweimal in Folge, im vergangenen Finale von Budapest setzten sie sich im Elfmeterschießen gegen den FC Arsenal durch. Da der Kader weitgehend zusammengehalten wurde, führt PSG die Quotenlisten der Buchmacher an. Ein möglicher Wermutstropfen für die Konkurrenz: Seit der Umbenennung des Wettbewerbs in Champions League im Jahr 1992 gelang nur einer Mannschaft ein dritter Titel in Folge – Real Madrid.
Finale in Madrid statt Mailand
Das Endspiel am 5. Juni 2027 findet im Estadio Metropolitano statt, der Heimspielstätte von Atlético Madrid, vor rund 70.000 Zuschauern. Ursprünglich sollte Mailand das Finale ausrichten, die UEFA entzog der Stadt jedoch die Vergabe, weil die Umbauarbeiten am Giuseppe-Meazza-Stadion nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnten. Für Madrid ist es bereits das sechste Endspiel, für das Metropolitano das zweite nach 2019, als Liverpool dort mit 2:0 gegen Tottenham gewann. Für den Sieger winkt neben dem Pokal die automatische Qualifikation für die Ligaphase 2027/28 sowie ein Duell im UEFA Supercup gegen den Gewinner der Europa League.
Auf einen Blick
- Teilnehmer: 36 Klubs, 203 Partien insgesamt
- Auslosung: 27. August 2026, Grimaldi Forum, Monaco
- Saisonstart: 8. bis 10. September 2026
- Ende der Ligaphase: 27. Januar 2027
- Finale: 5. Juni 2027, Estadio Metropolitano, Madrid
- Titelverteidiger: Paris Saint-Germain
- Deutsche Klubs: Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig, VfB Stuttgart
- TV-Übertragung: DAZN (186 Partien), Amazon Prime Video (Dienstagstopspiel), Finale zusätzlich im ZDF
- Preisgeld: rund 2,5 Milliarden Euro Gesamtausschüttung, Startprämie ca. 18,6 Millionen Euro
Übertragen wird der Wettbewerb hierzulande weiterhin über zwei Anbieter: DAZN zeigt 186 der 203 Partien inklusive Konferenz, Amazon Prime Video überträgt jeweils dienstags um 21 Uhr das Topspiel, meist mit deutscher Beteiligung. Wer alle Spiele eines deutschen Klubs verfolgen möchte, benötigt somit beide Abonnements. Frei empfangbar ist lediglich das Finale, das zusätzlich im ZDF läuft.