2. Bundesliga 2026/27: Wolfsburg als Favorit, fünf neue Klubs im Unterhaus
Die 2. Bundesliga startet am 7. August 2026 in ihre 53. Auflage – mit 18 Mannschaften, 306 Ligaspielen und einem Aufstiegsrennen, das laut einer Vorschau von merkur.com traditionell eng mit dem Abstiegskampf verzahnt ist. Fünf Klubs sind neu im deutschen Unterhaus vertreten, während der VfL Wolfsburg als klarer Favorit auf den Wiederaufstieg gilt.
Die kommende Saison bringt gleich mehrere personelle und sportliche Umbrüche mit sich. Drei Absteiger aus der Bundesliga treffen auf zwei Aufsteiger aus der 3. Liga, was der Liga eine besondere Mischung aus etablierten Namen und ambitionierten Neulingen verleiht.
Aufsteiger und Absteiger der neuen Saison
Aus der Bundesliga sind der VfL Wolfsburg, der 1. FC Heidenheim und der FC St. Pauli in die 2. Liga durchgereicht worden. Für Wolfsburg bedeutet das die erste Zweitliga-Spielzeit seit 1997. Aus der 3. Liga kommen der VfL Osnabrück als Meister sowie Energie Cottbus hinzu, das nach zwölf Jahren Abstinenz in die zweite Liga zurückkehrt. Nach oben verabschiedet haben sich Meister FC Schalke 04, die SV Elversberg – für den Verein der erste Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte – sowie Relegationssieger SC Paderborn. Preußen Münster und Fortuna Düsseldorf mussten dagegen den Weg in die 3. Liga antreten.
Favoriten im Aufstiegsrennen
Der VfL Wolfsburg gilt mit dem laut Quelle teuersten Kader der Liga als Topfavorit auf die Rückkehr ins Oberhaus. Dieter Hecking übernahm als Geschäftsführer Sport, Tobias Strobl kam als neuer Cheftrainer vom SC Verl. Auf dem Transfermarkt verstärkten sich die Niedersachsen unter anderem mit Fabian Reese, der für rund acht Millionen Euro von Hertha BSC wechselte, sowie mit Robert Glatzel, Fraser Hornby und Elvis Rexhbecaj. Als aussichtsreichste Verfolger werden Hannover 96 und Hertha BSC Berlin gehandelt. Hannover gilt dabei als ewiger Aufstiegskandidat: In der Vorsaison trennten den Verein nur zwei Punkte von den direkten Aufstiegsplätzen. Über die sportlichen Ambitionen des Vereins hinaus ist Hannover 96 auch abseits des Platzes in den Schlagzeilen, wie zuletzt bei MERKUR wird neuer Exklusivpartner von Hannover 96 berichtet. Hertha BSC startet dagegen in die vierte Zweitliga-Saison in Folge mit prominenten Abgängen und bislang nur einem nennenswerten Neuzugang. Der 1. FC Heidenheim bringt nach Einschätzung der Vorschau die stabilste Struktur unter den drei Absteigern mit, während der FC St. Pauli unter dem neuen Trainer Marcel Rapp einen personellen Umbruch vollzieht.
Zwischen Aufstiegsrennen und Abstiegskampf liegen in der 2. Bundesliga historisch oft nur wenige Punkte.
Kandidaten im Abstiegskampf
Am unteren Tabellenende werden der VfL Osnabrück, Eintracht Braunschweig, die SpVgg Greuther Fürth und Energie Cottbus am ehesten in Abstiegsnöte erwartet. Für Fürth wird die Saison als besonders entscheidend eingestuft: Der Verein beendete die Vorsaison auf Rang 16 und rettete sich erst in der Relegation gegen Rot-Weiss Essen. Braunschweig steckt bereits seit Jahren im Abstiegskampf, während Osnabrück als klassische Fahrstuhlmannschaft zwischen zweiter und dritter Liga pendelt. Cottbus wiederum bringt eine besonders leidenschaftliche Fanszene mit, die sich statistisch zwar nicht erfassen lässt, aber als möglicher Rückenwind für die Mannschaft gilt.
Termine und Übertragung
Eröffnet wird die Saison am Freitag, dem 7. August 2026, um 20:30 Uhr mit der Partie VfL Bochum gegen Hertha BSC – drei Wochen vor dem Start der Bundesliga. Nach 34 Spieltagen endet die Saison am 23. Mai 2027 mit neun parallel angesetzten Begegnungen um 15:30 Uhr. Die Winterpause beginnt nach dem 16. Spieltag am 20. Dezember 2026, die Rückrunde startet am 15. Januar 2027. Sky übertrgt sämtliche 306 Partien live, RTL und Nitro zeigen das Samstagabend-Topspiel im Free-TV, während Sat.1 sich das Eröffnungsspiel sowie die Relegationspartien gesichert hat. Die ARD begleitet die Saison mit Audiostreams zu Highlights und Vollreportagen.