Spielerschutz bei MERKUR: Wie die Abteilung Group Responsible Gaming arbeitet

A businessman sits at a desk using multiple computers and a headset in a well-lit modern office.
Foto: © Andrea Piacquadio via Pexels

Die MERKUR GROUP hat mit dem Group Responsible Gaming (GRG) eine eigene Abteilung geschaffen, die konzernweit für Spieler- und Jugendschutz zuständig ist. In einem Interview, das laut einer Mitteilung von merkur.com veröffentlicht wurde, gibt Abteilungsleiter Jan Kowala Einblick in die Aufgaben, Kooperationspartner und jüngsten Erfolge seines Teams.

Das GRG versteht sich als zentrale Koordinationsstelle für alle gesetzlichen Vorgaben rund um Jugend- und Spielerschutz innerhalb der Unternehmensgruppe. Dazu gehört die Entwicklung geeigneter Prozesse, die Umsetzung unternehmenseigener Anforderungen sowie die Unterstützung der einzelnen Spielbetriebe. Betreut werden dabei nicht nur klassische Spielhallen, sondern auch Partnerunternehmen aus der Gastronomie, Spielbanken, Sportwettshops sowie die Online-Angebote der Gruppe.

Maßgeschneiderte Sozialkonzepte für jeden Bereich

Ein zentraler Baustein der Arbeit ist laut Kowala die Erstellung individuell zugeschnittener Sozialkonzepte für die verschiedenen Geschäftsbereiche und Spielformen. Diese Konzepte werden fortlaufend evaluiert und mit wissenschaftlicher Unterstützung weiterentwickelt. Das GRG steht dazu im regelmäßigen Austausch mit Forschung, Wissenschaft und Fachverbänden, um die Präventionsarbeit des Unternehmens kontinuierlich voranzutreiben.

Nach innen pflegt die Abteilung engen Kontakt zu Compliance, Rechtsabteilung, verschiedenen Vertriebsabteilungen, der Unternehmenskommunikation und der Personalentwicklung, um bei neuen Anforderungen oder Einzelfällen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Nach außen bestehen direkte Verbindungen zu Ordnungsbehörden und Ministerien, da glücksspielrechtliche Fragestellungen häufig eine enge Abstimmung mit den zuständigen Stellen erfordern.

Externe Partner und Zertifizierungen

Zu den externen Ansprechpartnern zählen zudem Glücksspielverbände, Hilfeeinrichtungen sowie eine eigens eingerichtete Spielerschutzkommission aus Wissenschaftlern und Glücksspielexperten. Darüber hinaus arbeitet das GRG mit dem TÜV sowie internationalen Organisationen wie der European Casino Association (ECA) und der Global Gambling Guidance Group (G4) zusammen, die die Spielstandorte der Gruppe – also Spielhallen und Spielbanken – zertifizieren.

Ein besonders sichtbares Element des Spielerschutzes ist die verpflichtende Ausweiskontrolle: Ohne gültigen Ausweis erhält niemand Zutritt zu den Spielstätten. Ergänzend hierzu nennt Kowala die bundesweite Einführung des Sperrsystems OASIS als einen der größten Erfolge der vergangenen Jahre. Die Umstellung sei mit Schulungen, Lehrvideos und umfangreicher persönlicher Unterstützung für die Mitarbeitenden begleitet worden.

Generell haben wir in den letzten Jahren so ziemlich jeden einzelnen Prozess in die Hand genommen und verbessert, beziehungsweise vereinfacht und nach Möglichkeit digitalisiert.

Neben der Digitalisierung interner Abläufe wurde nach Angaben der Abteilung auch eine umfassende Überarbeitung der Sozialkonzepte vorgenommen, die inzwischen bundesweit und über alle Spielformen hinweg vereinheitlicht sind. Als weiteren Erfolg nennt Kowala die Unterstützung bei den Bewerbungsverfahren um die Spielbank-Lizenzen in Niedersachsen.

Hilfsangebote bei problematischem Spielverhalten

Die Mitteilung weist zudem ausdrücklich darauf hin, dass übermäßiges Spielen keine Lösung für persönliche Probleme darstellt. Wer merkt, dass Spielen mehr Stress als Freude verursacht, weil zu viel Zeit oder Geld investiert wird, kann sich kostenlos an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wenden – telefonisch unter 0800 1372700 oder über lokale Beratungsstellen. Das Angebot richtet sich sowohl an Betroffene selbst als auch an Angehörige, die sich Sorgen um das Spielverhalten einer nahestehenden Person machen.

Die MERKUR GROUP, vormals Gauselmann Gruppe, wurde 1957 gegründet und beschäftigt als Familienunternehmen weltweit fast 15.000 Menschen. Neben Spielhallen und Spielbanken zählen auch Sportwetten und Online-Angebote zum Portfolio, etwa das im Beitrag Head-to-Head-Wette erklärt: So funktioniert das risikoärmere Wettformat bei MERKUR BETS vorgestellte, risikoärmere Wettformat.