MERKUR Cup: Wie der Automatenhersteller mit einem CS2-Turnier die Esports-Szene im DACH-Raum erreicht

High-tech gaming setup with PCs, RGB lighting, and gaming chairs in a gaming house.
Foto: © Yan Krukau via Pexels

Mit dem MERKUR Cup hat sich die MERKUR GROUP ein wiederkehrendes Format im kompetitiven Gaming aufgebaut: ein Counter-Strike-2-Turnier für Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, das im 5-gegen-5-Format ausgetragen wird und mit einem vierstelligen Preispool sowie zusätzlichen Sachpreisen lockt. Die vierte Ausgabe zeigt, dass sich das Konzept über mehrere Jahre etabliert hat und mittlerweile fester Bestandteil der Marketing- und Sponsoring-Aktivitäten des Unternehmens ist.

Der MERKUR Cup richtet sich explizit an Spielerinnen und Spieler aus dem gesamten DACH-Raum und wird über die etablierte Esports-Plattform FACEIT organisiert, über die interessierte Teams ihre Anmeldung einreichen können. Damit reiht sich das Turnier in eine wachsende Zahl von Engagements ein, mit denen klassische Glücksspielunternehmen versuchen, jüngere und digital-affine Zielgruppen anzusprechen – ein Trend, der auch bei anderen Anbietern der Branche zu beobachten ist, etwa im Bereich digitaler Slot-Turniere, wie sie in unserem Beitrag zur Chilli Heat Challenge bei MERKUR SLOTS beschrieben werden.

Format und Ablauf des Turniers

Der MERKUR Cup wird im klassischen 5-gegen-5-Modus gespielt, wie er auch im professionellen Counter-Strike-2-Umfeld üblich ist. Teams treten gegeneinander an und kämpfen laut Angaben der offiziellen Ankündigung auf merkur.com um einen Preispool von bis zu 4.000 Euro sowie um zusätzliche, nicht monetäre Belohnungen in Form von Giveaways. Die Anmeldung erfolgt nicht direkt über die MERKUR-Website, sondern über die offizielle FACEIT-Turnierseite, auf der Teams eingetragen werden müssen. FACEIT ist eine im Esports-Bereich weit verbreitete Plattform zur Organisation und Durchführung von Amateur- und semi-professionellen Turnieren und bietet damit eine technische Infrastruktur, auf die auch andere Veranstalter aus dem kompetitiven Gaming zurückgreifen.

Auf einen Blick

  • Turnier: MERKUR Cup 2026 (4. Ausgabe)
  • Spiel: Counter-Strike 2 (CS2)
  • Format: 5 gegen 5
  • Zielgruppe: Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Preispool: bis zu 4.000 Euro plus Giveaways
  • Anmeldung: über die offizielle FACEIT-Turnierseite
  • Veranstalter: MERKUR GROUP

Verifikation als Voraussetzung für Preisgelder

Ein zentraler organisatorischer Punkt des MERKUR Cups betrifft die Auszahlung von Preisgeldern und Sachpreisen. Diese werden ausschließlich dann ausgezahlt, wenn Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine vollständig verifizierte und verknüpfte myOneID vorweisen können. Die myOneID fungiert dabei als einheitliches Identifikationssystem innerhalb der MERKUR-Angebotswelt und dient dazu, Nutzer über verschiedene Plattformen und Formate hinweg eindeutig zu identifizieren. Wer an Verlosungen und Preisausschüttungen teilnehmen möchte, wird daher angehalten, die Verifikation frühzeitig vor dem eigentlichen Turnierstart abzuschließen, um am Tag des Events keine Verzögerungen zu riskieren.

Einordnung: MERKUR und Esports als Sponsoring-Feld

Der MERKUR Cup ist kein isoliertes Einzelprojekt, sondern fügt sich in eine breitere Sponsoring- und Engagement-Strategie der MERKUR GROUP ein, die sich über klassische Sportarten hinaus auch im digitalen Bereich positioniert. Einen umfassenderen Überblick über die Sponsoring-Aktivitäten des Unternehmens im deutschen Sport liefert der Beitrag MERKUR als Sponsor: Wie der Automatenhersteller den deutschen Sport unterstützt. Esports-Formate wie der MERKUR Cup ergänzen dieses Engagement um eine Zielgruppe, die sich klassischerweise wenig mit den traditionellen Spielhallen- und Spielbanken-Angeboten der Marke deckt, aber online sehr aktiv und markenaffin ist.

Die Selbstbeschreibung des Unternehmens auf der offiziellen Turnierseite bringt die Positionierung der Marke prägnant auf den Punkt:

MERKUR ist die führende Marke der MERKUR GROUP und steht für gute Unterhaltung, überall dort, wo man spielt.

Dieser Anspruch, Unterhaltung über verschiedenste Spielformen hinweg anzubieten, zeigt sich auch in der Bandbreite der MERKUR-Aktivitäten – von klassischen Spielautomaten über Sportwetten bis hin zu digitalen Turnierformaten wie dem MERKUR Cup.

Die MERKUR GROUP als Unternehmen im Hintergrund

Hinter dem MERKUR Cup steht die MERKUR GROUP, die als Familienunternehmen im Jahr 1957 gegründet wurde und ursprünglich unter dem Namen Gauselmann Gruppe firmierte. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen weltweit fast 15.000 Menschen und zählt damit zu den größeren Akteuren der internationalen Glücksspiel- und Unterhaltungsbranche. Diese Unternehmensgröße erklärt auch, weshalb sich die MERKUR GROUP finanzielle und organisatorische Ressourcen leisten kann, um parallel zu ihrem Kerngeschäft aus Spielhallen, Spielbanken und Automatenherstellung auch in vergleichsweise neue Formate wie kompetitive Video- und Esports-Turniere zu investieren.

Auf der eigenen Website gliedert das Unternehmen sein Angebot unter anderem in die Bereiche Spiele, Sportwetten, Spielhallen und Spielbanken sowie einen eigenen Bereich zum Thema Verantwortung – ein Hinweis darauf, dass Suchtprävention und verantwortungsvolles Spielverhalten strukturell in der Kommunikation verankert sind, auch im Kontext eines Wettbewerbsformats wie dem MERKUR Cup.

Verantwortungsvoller Umgang mit Spiel und Wettbewerb

Auch wenn es sich beim MERKUR Cup um ein Esports-Turnier und nicht um klassisches Glücksspiel handelt, verweist die MERKUR GROUP im Umfeld der Turnierankündigung ausdrücklich auf Hilfsangebote für Menschen mit übermäßigem Spielverhalten. Konkret wird auf die Beratungsstelle bioeg.de hingewiesen, die Informationen und Unterstützung bei persönlichen Problemen im Zusammenhang mit exzessivem Spielen bereitstellt. Diese Verknüpfung von Wettbewerbsformaten mit Verweisen auf Präventionsangebote ist in der Kommunikation großer Glücksspielunternehmen mittlerweile Standard und unterstreicht den regulatorischen sowie gesellschaftlichen Anspruch, Unterhaltung und Verantwortung nicht getrennt voneinander zu betrachten.

Insgesamt zeigt der MERKUR Cup exemplarisch, wie ein traditionsreicher Anbieter aus dem Automaten- und Spielbankensegment versucht, seine Marke auch außerhalb der angestammten physischen Standorte zu positionieren. Wer sich für die technischen und organisatorischen Details der MERKUR-Angebotswelt interessiert, findet ergänzend auch Hintergründe zu anderen Turnierformaten der Marke, etwa im Bereich digitaler Slots, sowie zur langjährigen Firmengeschichte der MERKUR GROUP auf dieser Seite.